Archiv für November 2014

Aus dem Archiv: e-Commerce im Automobilhandel (Diplomarbeit von 2000)

Montag, 17. November 2014

Ich habe einmal mehr im Archiv gestöbert und eine Diplomarbeit aus dem Jahre 2000 gefunden. Als e-Commerce noch nicht mal im klassischen Handel richtig angekommen war, hatte ich mich mit dem Thema e-Commerce im Automobilhandel beschäftigt.

e-Commerce im Automobilhandel

Schon damals gab es viele Dinge zu erkennen, die bis heute Bestand haben. Und so richtig angekommen ist e-Commerce im Automobilhandel offenbar immer noch nicht. Zumindest habe ich mir noch kein Auto im Internet bestellt 😉

 

 

Abbruch einer eBay-Auktion ist nicht erlaubt

Donnerstag, 13. November 2014

Ein eBay-Nutzer hatte einen Euro für ein Auto geboten – und kann nun auf mehrere tausend Euro Schadenersatz hoffen, weil ihm das Schnäppchen entging. Der Abbruch der Auktion war nicht rechtens, entschied das BGH. Der Fall dürfte vielen eBay-Verkäufern eine Warnung sein. Wer eine laufende Internetauktion vorzeitig abbricht, muss unter Umständen Schadenersatz zahlen. Das ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH; Aktenzeichen: VIII ZR 42/14). Die BGH-Richter gaben im Streit um ein zurückgezogenes Auto-Angebot auf der Online-Auktionsplattform eBay am Mittwoch dem Bieter recht.
Wegen der unrechtmäßig abgebrochenen Versteigerung hat der Bieter danach Anspruch auf Schadenersatz gegen den Verkäufer. Wie hoch dieser ausfällt, muss nach Angeben des Käufer-Anwalts aber erst noch ermittelt werden. In den Vorinstanzen war der Wert des Fahrzeugs auf 5.250 Euro beziffert worden.

Im konkreten Fall hatte der Besitzer eines VW Passat seinen Wagen im Mai 2012 auf eBay angeboten. Als Mindestgebot setzte er einen Euro fest. Einige Stunden später konnte er das Auto aber anderweitig für 4.200 Euro verkaufen und zog sein Internetangebot zurück. Zu dem Zeitpunkt hatte jemand bei der Versteigerung bereits einen Euro auf den Pkw geboten – das bis dahin höchste Gebot.

Der Bieter wollte daraufhin Schadenersatz in Höhe des Wertes des Wagens. Er klagte und bekam in den Vorinstanzen recht. Er habe den Wagen wirksam für einen Euro erworben, urteilte zuletzt das Thüringer Oberlandesgericht in Jena.
Vertrag ist nicht sittenwidrig

Dieses Urteil bestätigte der BGH am Mittwoch. Der Kaufvertrag ist in den Augen der Richter wirksam zustande gekommen. Der Vertrag sei nicht sittenwidrig, hieß es. Es mache gerade den Reiz einer Internetauktion aus, dass man dort „Schnäppchen“ machen könne. Der Verkäufer habe andererseits ja auch die Chance, seine Waren teurer zu verkaufen als gedacht.

In der Verhandlung war von den Richtern nicht in Frage gestellt worden, dass die Verkaufsangebote auf einer Internetversteigerung nur in ganz bestimmten Fällen zurückgezogen werden dürfen. Laut den Bedingungen von eBay gehört ein anderweitiger Verkauf wie im vorliegenden Fall nicht dazu.

Daher sah eBay vom Urteil des Bundesgerichtshofs seine bisherige Geschäftspraxis ausdrücklich bestätigt. „Die Entscheidung des Bundesgerichtshofs ist nicht überraschend“, erklärte das Unternehmen. „Grundsätzlich gilt: Wenn man einen Artikel bei eBay zum Verkauf einstellt, erklärt man sich verbindlich zum Abschluss eines Vertrags bereit.“ eBay informiere über die Voraussetzungen für einen berechtigten Abbruch einer Auktion „sehr deutlich – auch in dem Moment, in dem der Verkäufer den Abbruch vornimmt“. (Quelle Channel Partner)